Guiding Principles:
Land Tenure in Development Cooperation

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Orientierungsrahmen:
Bodenrecht und Bodenordnung

Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit
Abt. 45 / Div. 45

 

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4. Handlungsfelder und Handlungsspielräume der Entwicklungszusammenarbeit

4.6 Konfliktlösungsmöglichkeiten

4.6.3 Umgang mit informeller Landnahme (Squatter-Siedlungen)

In zunehmendem Maße verhalten sich staatliche Institutionen und Kommunalverwaltungen toleranter gegenüber illegalen Besiedlungen, vor allem in Stadtrandbereichen schnell wachsender Großstädte. Gewaltlösungen zur Durchsetzung der bestehenden Bodenrechte (Eigentum und Nutzung) sind vor dem Hintergrund der dynamischen Verstädterungsprozesse in den meisten Partnerländern wenig erfolgversprechend oder nicht angemessen.

Lösungsmodelle

Lösungsmodelle können die folgenden Schritte umfassen:
  • Initiieren einer formalen oder informellen Kommunikations- und Kooperationsstruktur zwischen Institutionen und Betroffenen,
  • Integration der Squatter-Siedlung in das Stadtplanungs- und Stadtentwicklungskonzept,
  • Verknüpfung von Sanierungs- und Legalisierungsprogrammen,
  • Mobilisierung der Selbstorganisation der Betroffenen und deren permanente Einbindung in Planung, Entscheidungsfindung und Umsetzung,
  • Entwicklung eines lokal angepassten Modells für die Gewährung der Rechtssicherheit am Boden (Eigentum, Pachtvertrag, Bodentrust oder andere Rechtsformen),
  • angemessene finanzielle Beteiligung der Betroffenen an den Kosten für Basisinfrastruktur und Bodenerwerb.
Standardlösungen sind nicht möglich. Innovative Lösungsansätze auf der Basis der spezifischen lokalen Bedingungen zeigen jedoch verschiedene Optionen zur akuten Problemlösung auf.

Guidelines und Fallbeispiele zur Squatter-Legalisierung aus dem Projektumfeld der GTZ in Kenia, Senegal und Brasilien sind u. a. in den folgenden Dokumenten zusammengestellt (Pander, H., 1996; FASE, GTZ, IPPUR, 1997).


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