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4. Handlungsfelder und Handlungsspielräume der
Entwicklungszusammenarbeit
4.6 Konfliktlösungsmöglichkeiten
4.6.3 Umgang mit informeller Landnahme
(Squatter-Siedlungen)
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In zunehmendem Maße verhalten sich
staatliche Institutionen und Kommunalverwaltungen toleranter gegenüber illegalen Besiedlungen, vor allem in Stadtrandbereichen schnell
wachsender Großstädte. Gewaltlösungen zur Durchsetzung der bestehenden Bodenrechte
(Eigentum und Nutzung) sind vor dem Hintergrund der dynamischen Verstädterungsprozesse in
den meisten Partnerländern wenig erfolgversprechend oder nicht angemessen. |
Lösungsmodelle |
Lösungsmodelle können die
folgenden Schritte umfassen:
- Initiieren einer formalen oder informellen Kommunikations- und
Kooperationsstruktur zwischen Institutionen und Betroffenen,
- Integration der Squatter-Siedlung
in das Stadtplanungs- und Stadtentwicklungskonzept,
- Verknüpfung von Sanierungs- und Legalisierungsprogrammen,
- Mobilisierung der Selbstorganisation der Betroffenen und deren
permanente Einbindung in Planung, Entscheidungsfindung und Umsetzung,
- Entwicklung eines lokal angepassten Modells für die
Gewährung der Rechtssicherheit am Boden (Eigentum, Pachtvertrag,
Bodentrust oder andere Rechtsformen),
- angemessene finanzielle Beteiligung der Betroffenen an den
Kosten für Basisinfrastruktur und Bodenerwerb.
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Standardlösungen sind nicht
möglich. Innovative Lösungsansätze auf der Basis der spezifischen lokalen Bedingungen
zeigen jedoch verschiedene Optionen zur akuten Problemlösung auf. Guidelines und Fallbeispiele zur Squatter-Legalisierung aus dem Projektumfeld
der GTZ in Kenia, Senegal und Brasilien sind u. a. in den folgenden Dokumenten
zusammengestellt (Pander, H., 1996; FASE, GTZ, IPPUR, 1997). |
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