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4. Handlungsfelder und Handlungsspielräume der
Entwicklungszusammenarbeit
4.5 Instrumente zur Begleitung / Umsetzung von
Agrarreformen und Transformationsprozessen
4.5.4 Marktorientiertes Verhandlungsmodell
Begrenzter
Zielerreichungsgrad |
Der begrenzte Zielerreichungsgrad
zahlreicher Agrarreformprogramme aufgrund der Resistenz einflussreicher
Großgrundbesitzer, konfliktreicher Enteignungsprozesse und kapazitätsschwacher sowie
ineffizienter zentraler Agrarreformverwaltungen lenkt die Diskussion immer stärker zu
alternativen marktgestützten Verhandlungslösungen der Umverteilungsprozesse, wobei der
Staat spezifische rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen schafft. |
Marktorientiertes
Verhandlungsmodell |
Wesentliche Elemente des
marktorientierten Verhandlungsmodells sind:
- Der Zugang zu Land erfolgt direkt durch die Interessenten
über den Bodenmarkt.
- Transparente Regeln für den Bodenmarkt und eine Richtschnur
für Bodenpreise werden erstellt.
- Die Aufsicht des Umverteilungsprozesses erfolgt durch
dezentrale Kommissionen; eine Landreformverwaltung ist nicht in jedem Fall erforderlich.
- Eine Bodenbank kann in bestimmten Fällen als zusätzliches
flankierendes Instrument sinnvoll eingesetzt werden.
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Die Finanzierung erfolgt durch die
begünstigte Zielgruppe (Einzelpersonen, traditionelle Gruppen u. a.) selbst, die
ihrerseits einen Sonderstatus für den Zugang zu Krediten, Subventionen und
Beratungsleistungen erhält. Südafrika und Brasilien sind beispielhafte Modelle der
marktorientierten, jedoch staatlich gesteuerten Umverteilung. |
      
          
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