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4. Handlungsfelder und Handlungsspielräume der
Entwicklungszusammenarbeit
4.4 Instrumente zur Landentwicklung
4.4.7 Baulandumlegung
Konzept der
Baulandumlegung |
Die Baulandumlegung ist ein lokales
städtebauliches Bodenordnungsinstrument, das bereits vor über 100 Jahren in Deutschland
entwickelt und u. a. in Japan, Korea, Taiwan und den USA an die lokalen Bedingungen
angepasst wurde. Vor allem die asiatischen Länder Indonesien, Malaysia, Thailand und
Indien sind dabei, die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen zur
Baulandumlegung zu schaffen und Programme zu implementieren (LARSSON, G., 1993). |
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Das Konzept der Baulandumlegung
basiert auf dem Prinzip, dass der beteiligte Eigentümer auf einen Anteil seines Eigentums
zugunsten von Infrastruktureinrichtungen und Erschliessungsmaßnahmen verzichtet. Die
bisherige Grundstücksstruktur wird den Vorgaben der städtebaulichen Planung angepasst,
so dass die neu zugeteilten Grundstücke eine sinnvolle Bebauung und optimierte
Erschließung ermöglichen. |
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Die Baulandumlegung setzt die
Vorgaben der Bauleitplanung unter aktiver Beteiligung aller Eigentümer um und ermöglicht
eine spekulationsneutrale Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen,
erschließungsfähigen Baugebieten, Bauerwartungsland oder Sanierungsgebieten. |
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Das Verfahren der Baulandumlegung
ist nur eine von mehreren Optionen für eine geplante Baulandbeschaffung und Urbanisierung. Sie bietet sich an, wenn in Gebieten mit
Kleingrundbesitz eine größere Anzahl von Eigentümern auf das Eigentumsrecht nicht
verzichten will und selbst bauinteressiert ist. Die Baulandumlegung ist ein
hochentwickeltes Partnerschaftsmodell zwischen dem kommunalen Sektor und dem Privatsektor. |

      
         
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