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4. Handlungsfelder und Handlungsspielräume der
Entwicklungszusammenarbeit
4.4 Instrumente zur Landentwicklung
4.4.2 Flurneuordnung (Land consolidation/ land
readjustment)
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Die Flurneuordnung ist das
umfassendste Bodenordnungsinstrument zur Entwicklung des ländlichen Raumes und zur
Beseitigung von Mängeln der Agrarstruktur unter Berücksichtigung des bestehenden
Eigentumsrechts. Flurneuordnung unterstützt
den Agrarstrukturwandel in den Ländern Westeuropas (mit Ausnahme Großbritanniens) seit
Ende des letzten Jahrhunderts und stößt auf immer stärkeres Interesse in
Partnerländern, die erhebliche Agrarstrukturmängel in Regionen mit überwiegendem
Kleingrundbesitz aufweisen und Beratung für partizipative lokale Lösungsansätze
anfordern. Hier bestehen insbesondere in Deutschland, gerade auch im gesetzgeberischen
Bereich, langjährige Erfahrungen (siehe z. B, Land Consolidation Act (Federal Republic of
Germany (1995)). |
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Erfahrungen liegen vor allem auch
in Asien in den Ländern Indonesien, Südkorea, Indien und Taiwan vor. |
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Konsequenz des umfassenden Rechts-,
Organisations- und Finanzierungsrahmens ist der relativ hohe Zeit-, Kosten- und
institutionelle Aufwand. |
Historische Entwicklung der Agrarstruktur in einer
Gemeinde Süddeutschlands
Katasteraufbau. Jahr 1830

Privatisierung eines Teils der Waldfläche
Erste Flurneuordnung mit systematischer Erschließung. Jahr 1890

Zweite Flurneuordnung. Jahr 1970


Erfahrungen der
EZ |
Erfahrungen der EZ über
vereinfachte und kostengünstigere Methoden liegen in Portugal und Indonesien vor.
- Projekt zur Unterstützung des Aufbaus der Trägerstruktur
für ein nationales Programm zur Flurneuordnung in Portugal von 1982 bis 1990. Die GTZ
unterstützte v. a. die Ausbildung von Counterparts sowie Organisationsentwicklung,
Methodenentwicklung und Technologietransfer in der Verwaltungsstruktur und in den
Projekten.
- Beratungseinsätze in begrenztem Umfang und fachlicher
Erfahrungsaustausch in Indonesien 1994 und 1995
(see BPN, 1995).
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