Guiding Principles:
Land Tenure in Development Cooperation

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Orientierungsrahmen:
Bodenrecht und Bodenordnung

Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit
Abt. 45 / Div. 45

 

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4. Handlungsfelder und Handlungsspielräume der Entwicklungszusammenarbeit

4.3 Instrumente zur Landadministration

4.3.3 Bodenbevorratung

Bodenbanken sind eines von mehreren Instrumenten zur zielgerichteten Steuerung des Bodenmarktes in ländlichen und städtischen Bereichen sowie für Schutzgebiete (Naturschutz, Wasserschutz). Ziel einer Bodenbevorratung ist i. d. R. die vorausschauende Bereitstellung von Land für bestimmte Zielgruppen für Flächen zur Kommunalentwicklung, für die Steuerung der Landnutzung und/oder für die Kontrolle der Bodenpreise.

Bodenbevorratung

Eine vorausschauende Bodenbevorratung für öffentliche und agrarstrukturelle Zwecke soll dazu beitragen, dass die erforderlichen Flächen für die landbeanspruchende wirtschaftliche, infrastrukturelle und städtebauliche Entwicklung, sowie für Freizeit und Erholung rechtzeitig und zu tragbaren Bedingungen bereitstehen. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten der Bodenbevorratung ist vielfältig:

Positive Elemente

Positive Elemente einer Bodenbevorratung sind:
  • zweckgebundene und regional begrenzte Ziele, die für die Bevölkerung nachvollziehbar sind (z. B. Bewässerungsprojekte, Stadtteilsanierungen, kommunale Einrichtungen);
  • flexible Trägerinstitution mit den erforderlichen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Kompetenzen (z. B. joint venture zwischen Projektträger und Entwicklungsbank);
  • projektbezogenes Vorkaufsrecht (pre-emption power);
  • konsequente Aufsicht und Transparenz zur Vermeidung von Missbrauch und Korruption;
  • angemessene Finanzausstattung;
  • effiziente Regeln für die Regelung von Rechtsstreitigkeiten und den Bodentransfer
Vor dem Aufbau einer Bodenbank sind eingehende Untersuchungen über die Kosten, den tatsächlichen Nutzen und die möglichen Alternativen erforderlich.

Rechtsbestimmungen zur Flurneuordnung beinhalten i. d. R. Bestimmungen zur wesentlichen Vereinfachung des Managements einer projektbezogenen Bodenbevorratung


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