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Weltweit führt so der (Agrar-)
Strukturwandel zur Umwidmung der Nutzungsmuster von Boden. In vielen Regionen konkurrieren
damit verschiedene Landnutzungs-formen miteinander, Konflikte auf unterschiedlichen Ebenen
brechen auf. |
Waldflächen zu
Weide- bzw. Ackerland |
Landwirtschaftlich genutzte
Flächen weiten sich auf Kosten forstlicher Flächen aus. Schätzungen gehen davon aus,
dass bereits mehr als 8 Millionen km2 der ursprünglich vorhandenen tropischen Feuchtwälder für landwirtschaftliche Nutzungen umgewandelt worden
sind. Davon werden ca. 3 Millionen km2 als Weideland
genutzt. Vor allem in Mittel- und Südamerika sind großflächig Wälder für
agrar-industrielle Vorhaben, wie extensive Rinderfarmen, gerodet worden. |
Weideflächen
zu Ackerland |
Der Ackerbau dringt immer stärker
in Tierhaltergebiete vor. So kam es beispielsweise in der Butana im Sudan zu einer
Verkleinerung der Weidegebiete, die durch mobile Tierhalter bewirtschaftet wurden, da
Bewässerungsgebiete und der mechanisierte Regenfeldbau kontinuierlich weiter ausgedehnt
wurden. Um diesen Wandel der Landnutzungsmuster zu erreichen, setzte der Nationalstaat die
wesentlichen Institutionen des gemeinschaftlichen autochthonen Bodenrechts ausser Kraft,
verstaatlichte das Land formal, erlaubte den freien Zugang bzw. privatisierte wertvolle
Ackerflächen. |

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land- und
forst-wirtschaftliche Nutzflächen zu Bauland und/oder Erholungsflächen |
Mit wachsender Urbanisierung und
Industrialisierung wächst der Bedarf an Land für nichtlandwirtschaftliche Zwecke stark
an. So konkurrieren insbesondere die folgenden Nutzungen um den knappen Faktor Land:
- Wohngebiete und Einkaufszentren,
- Industrieanlagen und Gewerbegebiete,
- Naturschutz- und Wasserschutzflächen,
- Erholungsgebiete und flächenintensive Sportstätten
(Golfplätze),
- Landwirtschaft und Forstwirtschaft,
- Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen.
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Zunehmende
Dynamik bei der Umwandlung |
Die Dynamik der Umwandlung
landwirtschaftlich genutzter Flächen für ausserlandwirtschaftliche Vorhaben wird am
Beispiel Java deutlich. Häufig kommt es gerade bei hochproduktiven bewässerbaren
Flächen, die infrastrukturell gut erschlossen sind und somit leichten Zugang bieten, zur
Umwandlung. Hier könnte eine effiziente Landnutzungsplanung zur Sicherung des hohen
landwirtschaftlichen Potentials der Region und zur Vermeidung zahlreicher Landkonflikte beitragen.
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Abbildung 3: |
Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen
für einen Golfplatz |

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Zersiedlung |
Ein weiteres Problem ist in vielen
Regionen mit hohem Bevölkerungswachstum und ungeplanter Landnutzung eine zu starke
Zersiedelung. Auch im urbanen Raum fehlt es trotz knapper Flächen oft an der notwendigen
Bebauungsdichte. |

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