Guiding Principles:
Land Tenure in Development Cooperation

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Orientierungsrahmen:
Bodenrecht und Bodenordnung

Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit
Abt. 45 / Div. 45

 

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3. Bodenordnung im Brennpunkt - Lektionen der Vergangenheit, Chancen für die Zukunft

3.3 Bodenordnung, landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung

3.3.3 Zuwachs und gerechtere Verteilung der Einkommen

Landbesitz bestimmt Einkommen

In Agrargesellschaften bestimmt der Umfang des Landbesitzes in starkem Maße die Verteilung der Einkommen: wer viel Land besitzt, verfügt über vergleichsweise hohe Einkommen, wer wenig Land hat, erreicht nur ein bescheidenes Einkommen. Landlose versuchen, durch Verkauf ihrer Arbeitskraft etwa als Gelegenheitsarbeiter etwas vom Einkommen der Landbesitzer abzubekommen. Macht und (Land-)Eigentum bestimmen die Lebenslage, nicht der Beitrag zum Ertrag.

Abhängigkeit

Hinzu kommt, dass bei der ungleichen Verteilung von Land die Reicheren in der Lage sind, die Armen in Abhängigkeit zu halten und auszubeuten. Besonders drückend ist dabei die Mehrfachabhängigkeit, bei der eine Person an einer anderen sowohl durch Pacht-, Arbeits- und Kreditbeziehungen abhängig ist.

Regionale Unterschiede

Auch regional bestehen erhebliche und zunehmende Einkommensunterschiede. Wachstumszonen und Marginalstandorte (Bewässerungsgebiete gegenüber Trockenlagen) driften mehr und mehr auseinander. Oft haben sich grössere Grundbesitzer die besten Lagen gesichert: Großbetriebe kommen kaum an Gebirgsstandorten vor. Auch hier gilt wieder, dass eine schnelle Agrarentwicklung die beste Maßnahme zur Arbeits- und Einkommensbeschaffung ist, verglichen mit Bodenreformen.

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