Guiding Principles:
Land Tenure in Development Cooperation

gtz_s.gif (1630 Byte)

Orientierungsrahmen:
Bodenrecht und Bodenordnung

Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit
Abt. 45 / Div. 45

 

summary.gif (2277 Byte)english.gif (2251 Byte)gloss.gif (2270 Byte)index.gif (2215 Byte)
home.gif (3805 Byte)

3. Bodenordnung im Brennpunkt - Lektionen der Vergangenheit, Chancen für die Zukunft

3.3 Bodenordnung, landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung

3.3.2 Effizientere Nutzung von Arbeitskräften und bessere Arbeitsbedingungen

ländliche Unterbeschäftigung und Verfügungsrechte an Boden

Viele Entwicklungsländer sind durch verbreitete Unterbeschäftigung gekennzeichnet: Arbeitssuchende finden keine bzw. nicht ausreichende Arbeit oder solche unter ihrem Kenntnisstand. Sie werden von der (erweiterten) Familie unterhalten und suchen durch verschiedenste Tätigkeiten zu deren Unterhalt beizutragen (escape jobs). In Regionen verbreiteter Großbetriebe wird diese Situation verschärft durch eine relativ arbeitsextensive, teils kapitalintensive Wirtschaftsweise. Hier liegt die Betonung auf dem Anbau gut mechanisierbarer Kulturen. Im Fall der Bewirtschaftung mit Teilpächtern ist die Arbeitsintensität zwar höher, aber wegen der geringen Landzuweisung und Vorgaben bei der Auswahl der Anbaufrüchte wird die Arbeitskraft auch hier nicht ausgenutzt. Nach Landreformen mit Enteignung wird der Restbetrieb ehemaliger Großgrundbesitzer oft intensiv mit Maschinen bewirtschaftet. Die Zahl der angestellten Arbeitskräfte sinkt, auch wenn neue Aufstiegschancen entstehen, so für Traktorfahrer, Maschinenmeister etc..

Mehrarbeit in Kleinbetrieben

In Kleinbetrieben wird dagegen arbeitsintensiver gewirtschaftet; man bemüht sich, die fehlende Fläche durch Arbeit zu substituieren, indem etwa Futterflächen eingespart werden durch das Sammeln von Gräsern und Kräutern an Wegrändern o.ä.. Kleinbetriebe absorbieren mehr Personen, allerdings auf Kosten von Unterbeschäftigung, d.h. durch Teilen der vorhandenen Arbeit und Erträge. Die Aufteilung von Großbetrieben durch Bodenbesitzreformen bedeutet daher gesamtwirtschaftlich Mehrarbeit, allerdings in Grenzen:

mehr Frauen- und Kinderarbeit

Es handelt sich in erster Linie um Mehrarbeit bereits tätiger Arbeitskräfte, also um eine Reduzierung bestehender Unterbeschäftigung, kaum aber um neugeschaffene Arbeitsplätze. Oftmals geht diese Mehrarbeit zu Lasten von Frauen und Kindern.

summary.gif (2277 Byte)english.gif (2251 Byte)gloss.gif (2270 Byte)index.gif (2215 Byte)
home.gif (3805 Byte)