Guiding Principles:
Land Tenure in Development Cooperation

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Orientierungsrahmen:
Bodenrecht und Bodenordnung

Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit
Abt. 45 / Div. 45

 

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1. Bodenrecht, Bodenordnung und Entwicklung: Problemaufriss und Einführung

1.1 Womit befasst sich dieser Orientierungsrahmen?

Gegenstand

Der Orientierungsrahmen behandelt Bodenrecht und Bodenordnung und deren tatsächliche bzw. erforderliche Berücksichtigung in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

Bodenrecht beinhaltet die öffentlich- und privatrechtlichen, die geschriebenen und ungeschriebenen Rechtssätze. In einem breiteren Verständnis wird Bodenrecht mittlerweile auch als äquivalent zu Grundbesitzverfassung bzw. Bodenordnung angesehen; diese Sichtweise konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen Menschen und Boden.

Bodenordnung beinhaltet die Gesamtheit der Bodenrechtsverhältnisse und ist Teil der umfassenderen Eigentumsordnung. Sie setzt damit den Rahmen zur Umsetzung von Bodenpolitik und von bodenbezogenen Zielen (engl. land policy).

Übersicht 1:

Zuordnung grundlegender Begriffe

Die Bodenordnung beinhaltet eine statische und eine dynamische Komponente. Die statische subsumiert Instrumente zur Landadministration (vgl. 4.3.), die dynamische die Instrumente zur Landentwicklung (vgl. 4.4.).
Im deutschen Sprachraum ist das Konzept der Agrarverfassung verankert, die die gewohnheitsmäßigen und/oder gesetzlichen Rechte umfasst, die Individuen oder Gruppen am Boden haben, und die daraus resultierenden Beziehungen der Landbevölkerung untereinander. Diesem Begriff kommt im Englischen "land tenure" am nächsten.
Zur besseren Bewältigung dieses Arbeitsfeldes werden
  • die konzeptionellen Grundlagen für eine angemessene Berücksichtigung von Bodenrecht und Bodenordnung in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit herausgearbeitet,
  • soweit möglich, die Instrumente hierfür identifiziert, weiterentwickelt und operationalisiert sowie
  • damit auch Entscheidungsgrundlagen verbessert für eine rationale, unterschiedliche Ziele und Interessenkonflikte beachtende Bodenpolitik auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene.

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