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Dirk Effler (1996): Bodenrecht, Bodenordnung und Landnutzungsplanung 3. Landnutzungsplanung und Bodenordnung in der Provinz Manica 3.1 Die Provinz Manica Die Provinz Manica liegt im westlichen Teil Zentralmosambiks. Sie hat eine Nord-Süd Ausdehnung von ca. 500 km und eine Ost-West Ausdehnung von ca. 120 km. Ihre westliche Grenze wird durch die internationale Grenze mit Zimbabwe gebildet, ihre östliche durch die Provinz Sofala, die nördliche Grenze wird durch den Zambezi und die südliche Grenze durch den Save gebildet. Die Höhenlagen der Provinz bewegen sich zwischen < 200 m ü.M. in den Niederungen des Save, Búzi und Zambezi und > 1.000 m ü.M. an der Grenze mit Zimbabwe. Entsprechend den Höhenlagen unterscheiden sich auch die Niederschläge, die sich zwischen < 500 mm pro Jahr in den Niederungen und > 1.000 mm pro Jahr in den Bergregionen bewegen. Die Böden sind in den meisten Regionen tiefgründig und relativ fruchtbar, Ausnahmen bilden reliefbedingte Rohböden in den bergigen Regionen und Sandböden in den Flußniederungen. Die Provinz Manica gilt in Mosambik als einer der besten Standorte für Landwirtschaft. Limitationen für Ackerbau werden in erster Linie durch das Relief und die Niederschläge bestimmt. Landschaftlich kann die Provinz Manica in vier Zonen von West nach Ost eingeteilt werden:
Die Provinz Manica ist aufgeteilt in zehn Verwaltungsdistrikte (von Nord nach Süd): Guru, Tambara, Báruè, Macossa, Manica, Gondola, Sussundenga, Mossurize, Machaze sowie die Provinzhauptstadt Chimoio und die sie umgebende Grünzone [FN 127]. Die Distrikte sind weiter unterteilt in postos administrativos und diese in localidades. Die Zahl der Einwohner in der Provinz Mancia läßt sich zur Zeit nicht exakt bestimmen. Schätzungen gehen von ca. 650.000 Menschen plus ca. 150.000 intern Vertriebene aus. [FN 128] Die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Provinz Manica sowie Infrastruktureinrichtungen und Siedlungen konzentrieren sich in dem Beira-Korridor. Dies ist einmal auf die historische Entwicklung und die damit zusammenhängende Bedeutung der Verbindung des Hafens von Beira mit Zimbabwe (Straße, Eisenbahn und Ölpipeline) sowie die Entwicklung großflächiger kommerzieller Agrarbetriebe in dieser Region zurückzuführen. Diese Konzentration wurde durch den 16 Jahre anhaltenden Bürgerkrieg und die dadurch ausgelösten Flüchtlingsströme in sichere Gebiete verstärkt. Der Beira-Korridor und die darin liegenden Städte Chimoio, Manica, Sussundenga und Gondola wurden seit den später 80er Jahren von der zimbabwianischen Armee und später von UN-Truppen geschützt. Er war daher einer der Hauptanziehungspunkte für intern vertriebene Familien. Zum Ende des Krieges (1992) lebten ca. 40 % der Bevölkerung in Chimoio und etwa 75 % der Bevölkerung im Beira-Korridor. [FN 129]
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